7 Sachen, die Sie über GÖTTERBÄUME eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Götterbaum? Das ist ja ein wahrlich paradiesischer Name!

Ja, doch hinter diesem paradiesischen Namen steckt eine invasive Art, die so mancher Wiener Stadtpflanze das Überleben schwermacht.

Was ist denn eine invasive Art?

Das sind eingeschleppte Arten, die die angestammten Ökosysteme verändern und so zur Verdrängung anderer Arten führen. Der Götterbaum stammt ursprünglich aus China, wo die Blätter zur Fütterung der Seidenspinner eingesetzt werden, um Seide zu gewinnen.

Und wie kam er nach Österreich?

Er wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach Europa eingeführt, um ihn auch hier wirtschaftlich zu nutzen. Heute besteht in Wien eine große, verwilderte Population

Das heißt also, er fühlt sich hier wohl?

Leider ja. Der Götterbaum ist relativ resistent gegen Salz, Trockenheit und diverse Herbizide. Außerdem toleriert er den von urbanen Luftverschmutzungen verursachten Stress oft besser als viele andere, hiesige Stadtbäume.

Und das ist schlecht?

Schlecht insofern, als sich seine Verbreitung negativ auf die heimische Biodiversität auswirkt.

Heißt das, dass er ein Schädling ist?

Er rangiert unter den Top 100 der invasiven Pflanzenarten in Europa, und man versucht, ihn aktiv an der Ausbreitung zu hindern. Doch einmal etabliert, ist der Götterbaum nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen.

Wie geht man gegen ihn vor?

Es gibt verschiedene Methoden: In Wien wird momentan ein Pilz eingesetzt, der den Baum sterben lässt. F


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige