Ratlose Eliten im Haus des Irrens

Europas Entscheidungsträger haben die Krise mit ihren Maßnahmen noch vertieft. Wann wachen Sie auf?

Falter & Meinung | GASTKOMMENTAR: STEPHAN SCHULMEISTER | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Die Eliten in Europa sind besorgt. Es drohen Deflation, Rezession, die Jugend hat keine Zukunft, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung steigen immer mehr. Liebe Eliten, und damit meine ich die führenden Ökonomie-Professoren, Wirtschaftsforscher, Journalisten und Politiker, die sich im Mainstream nach oben treiben ließen, all das ist ja Folge eurer Empfehlungen.

Wenn Eurokrise und Arbeitslosigkeit mit Lohnkürzungen bekämpft werden, dann fallen eben auch die Preise. Steigt die Staatsverschuldung, muss gespart werden. Dann sinken die Umsätze der Unternehmen, also sparen auch sie und kündigen immer mehr Menschen. Also sparen auch die Haushalte, und die Depression ist geschafft.

Die US-Politik hat keine Sparpolitik betrieben, sie hat die Unterstützungszahlungen an Arbeitslose massiv ausgeweitet und die Finanzmärkte wenigstens ansatzweise mit dem Frank-Dodd-Act reguliert. In den USA sind die Finanztransaktionen auf das 80-Fache des BIP gesunken, in der EU auf das 120-Fache gestiegen.


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