Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Film is like a battleground", sagt Sam Fuller in "Pierrot le fou". "Love, hate, action, violence, death. In one word, emotion." So gesehen ist auch der Falter Film. Egal, wie besonnen und ausgeglichen die Menschen hier auch scheinen mögen, die Redaktion ist doch ein Fass voller Leidenschaften! Da kann es schon einmal passieren, dass Raphael Moser in Tränen ausbricht, weil ein Bild aufgrund einer Sujetrückholaktion nicht mehr zur Verfügung steht und die Text-Bild-Schere meterweit aufklafft: Wenn statt des Großwildjägertrophäenzimmers eine Waschküche zu sehen ist, passt "Wienerschnitzel von der Warzensau" einfach nicht mehr. Andererseits aber schon ziemlich lustig: Jemand spielt in einem Ulrich-Seidl-Film mit und findet dann die Pressefotos unvorteilhaft.

Dass ein Spiel-auch ein Schlachtfeld sein kann, ist bekannt. Benedikt Narodoslawsky und Peter Iwaniewicz sind aber als Brieskicker bekannt und keine Haudraufs. Beim 13. Wuzzelturnier der Österr. Gesellschaft für Umwelt und Technik konnten sie ihre Leistung abrufen und belegten Platz fünf von 31. Naro, abseits des Feldes nicht immer der Schnellste, kurz vor Redaktionsschluss: "Ich habe es noch immer nicht realisiert." Nah am Feuer gebaut ist auch Gerhard Stöger. Ein Funke genügt, schon steht der Dachstuhl in Flammen. Opfer seiner Leidenschaft wurde am vergangenen Montag gegen 18 Uhr gleich die ganze Programmredaktion, die mit Udo Jürgens beschallt wurde. Erst als Barbara Fuchs bei der Coverversion von "Eleanor Rigby" lautstark "Sakrileg!" schrie, nahm der Spuk ein Ende.


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