Kolumne Außenpolitik

Das schlaue Spiel des taktischen Fuchses Jean-Claude Juncker

Falter & Meinung | RAIMUND LÖW | aus FALTER 38/14 vom 17.09.2014

Großbritannien steht nach dem Unabhängigkeitsreferendum der Schotten möglicherweise vor dem Zerfall. Wenn die Gegner einer Trennung vorn bleiben, folgt zumindest eine tiefgreifende Staatsreform.

Die Folgen für Europa sind in jedem Fall explosiv: Schon jetzt drängen katalonische Nationalisten darauf, es den Schotten nachzutun. In der nächsten belgischen Regierung werden die flämischen Separatisten die stärkste Partei sein. Für 2017 hat der britische Premier sein Referendum über Verbleib oder Austritt aus der EU versprochen. Egal, wie weit die Macht Londons dann reichen wird: Die EU muss sich neu erfinden, wenn der Zerfallsprozess der Staaten nicht auch die Union erfassen soll.

Die nächsten Jahre werden politisch turbulent. Das zeigt eine französische Umfrage, wonach Rechtsaußenpolitikerin Marine Le Pen die Präsidentschaftswahlen 2017 gewinnen könnte. Es droht ein Jahrzehnt der wirtschaftlichen Stagnation. Dazu kommen die bösen Überraschungen, die der revisionistische Nationalismus


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