Vielen Dank für die Blumen

Vor zehn Jahren hat Stephan Rabl den Dschungel eröffnet, Wiens Theaterhaus für junges Publikum

Feuilleton | PORTRÄT: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Bestimmte Sachen kann Stephan Rabl einfach nicht mehr hören. Zum Beispiel, dass Kinder ein besonders kritisches Publikum sein sollen. "Totaler Schwachsinn. Soll das heißen, dass ich als Erwachsener unkritisch bin?" Oder dass Kinder generell die besseren Menschen wären?"Natürlich gibt es auch Kinder, die einfach Gfraster sind."

Nur damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Der Leiter des Dschungel Wien, eine der wichtigsten österreichischen Institutionen für Kinderkultur, hat nichts gegen Kinder, im Gegenteil. Es stört Rabl nur, dass immer von "den Kindern" die Rede ist, als ob sie alle gleich wären.

Ja, es gibt Kinder, die mögen konventionelle Märcheninszenierungen lieber als zeitgenössische Performanceformen. Aber das gilt eben nicht für alle Kinder. So wie ja auch nicht alle Erwachsenen konservatives Sprechtheater bevorzugen.

"Ich selbst habe verrückterweise kein Kind, aber ich habe einen guten Draht zu Kindern", sagt Stephan Rabl. "Ich mag diese Direktheit, diese ursprüngliche


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