Do Swidanja!

Zwei Wochen lang residierte die deutsche linke Zeitung Jungle World in Wien. Wir trafen sie vor ihrer Abreise

Medien | REDAKTIONSBESUCH: PETRA STURM | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014


Foto: Jungle World, Archiv

Foto: Jungle World, Archiv

Montag, 13 Uhr, Redaktionssitzung. In einem hohen, leicht abgewohnten Altbauraum sitzen 15 Männer und Frauen an zusammengeschobenen Tischen, der Großteil von ihnen ist Mitte, Ende 30. Über diverse Sessellehnen und Fensterhaken verteilt hängen Parkas und Kapuzenpullover. Zwei große Trekkingrucksäcke lehnen zwischen diversen Stromkabeln an der Wand. Der improvisierte „Newsroom“ im Wiener Wuk hat den jugendlich-lässigen Charme eines Klassenzimmers – passend zur linken Wochenzeitung.

Für fast zwei Wochen (vom 8. bis 20. September) hat die Jungle World ihre gesamte Redaktion und Produktion von Berlin-Kreuzberg nach Wien verlegt. Tagsüber wird hart gearbeitet, nachts schwärmt man aus, etwa ins Fluc, Werk, Rhiz oder Café Else. Die Wochenzeitung bringt damit auch ein wenig Berliner Lifestyle und prekäre Verve mit nach Wien. Skurrilerweise machen die Redakteure hier so etwas Ähnliches wie Urlaub, am Tag schreiben und in der Nacht feiern sie, „mobile Redaktion“ nennt sich das.


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