Schenk mir einen Traum

Das 21er Haus ehrt Sigmund Freud mit einer von Joseph Kosuth kuratierten Schau. Sie erinnert an ein wichtiges Kapitel der Wiener Kunstgeschichte


REZENSION: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Am 23. September jährt sich Sigmund Freuds Todestag zum 75. Mal. Das 21er Haus nimmt das zum Anlass, die Bedeutung der Psychoanalyse mit den Mitteln der Kunst darzustellen. Für die Zusammenstellung der Schau "Sigmund Freud und das Spiel mit der Bürde Repräsentation" engagierte das Museum den amerikanischen Künstler Joseph Kosuth, 69, und zwar aus einem einfachen Grund.

Kosuth weilte vor 25 Jahren in Wien und kuratierte in der Secession eine Ausstellung über Freud. Das damals im Aufbruch befindliche Freud-Museum in der Berggasse gründete mit Werken aus der Secession-Schau eine eigene Kunstsammlung, die nun wiederum im 21er Haus zu sehen ist. Im Mittelpunkt der "kuratierten Installation" (so die Bezeichnung des Künstlers) stehen Kosuths eigene Arbeiten, die sich mit dem Begriff der Repräsentation beschäftigen.

Die mit Texten Freuds bedruckte Tapete "Zero &Not", die schon an den Wänden der Secession und der ehemaligen Ordination Freuds klebte, dominiert nun auch die Architektur der

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige