Die offene Stadt Graz empfängt gerne Wolf Haas und den Schweizer Wilhelm Tell

Lexikon | Vorschau: Tiz Schaffer | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Ist Graz eine offene Stadt? Wer bestimmt eigentlich, wie und von wem die Stadträume genützt werden? Diesen Fragen geht eine Ausstellung des GrazMuseum nach, die in Kooperation mit der Akademie Graz und dem Institut für Kulturanthropologie auf die Beine gestellt wurde. "Graz - Offenen Stadt. Ordnungspolitik und Möglichkeitsräume" (Mi 19 Uhr, Eröffnung) versteht sich als "Plädoyer für eine Stadtkultur des Offenseins, der Gastfreundschaft und der Menschenrechte". Daran mitwirken werden etwa Sibylle Dienesch, Ruth Dorothea Eggel, Robin Klengel, Astrid Kury, Elisabeth Luggauer oder Heidi Oswald. Im Rahmen der Eröffnung ist auch eine Intervention der Theaterwerkstatt Interact zu sehen, das partizipative Kunstprojekt "Zusammensetzung. Mit Abstimmung" wird danach auch noch eine Zeitlang im öffentlichen Raum in Graz stattfinden.

So restriktiv kann eine Ordnungspolitik gar nicht sein, dass man für einen Wolf Haas kein Plätzchen finden würde. Der beliebte Autor wird am Sonntag um 18 Uhr im Schauspielhaus aus seinem unlängst erschienenen Roman aus der noch beliebteren Reihe rund um Simon Brenner lesen. In "Brennerova" bekommt der Ermittler, wie im Falter bereits zu lesen war, "wieder ordentlich eine aufs Happl".

Die Schweizer sind ein nettes Volk, natürlich ist auch ein "Wilhelm Tell" willkommen. Mit ihm startet die Grazer Oper in die neue Saison (Sa, 19 Uhr, Premiere). Aber nicht nur Rütlischwur und Apfelschuss werden dieser Tage dort zelebriert, sondern auch die argentinische Säulenheilige Eva Perón - der Mythos war Stoff für Andrew Lloyd Webbers Musical "Evita" (Do, 19.30, Premiere).


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