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In einem Wiener Bioladen werden Lebensmittel vor dem Mistkübel bewahrt

REPORTAGE: STEFAN KLUGER | Stadtleben | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Auf den ersten Blick ist es ein gewöhnlicher Bioladen. "Wir sind der erste Fairteiler Österreichs in einem kommerziellen Lebensmittelhandel", sagt Michaela Russmann, Geschäftsführerin der Biowerkstatt in der Biberstraße. In Kooperation mit der Onlineplattform Foodsharing werden nach folgendem System Lebensmittel vor dem Mistkübel bewahrt: Nicht mehr benötigte Ware kann während der Öffnungszeiten ins Geschäft gebracht werden, Russmann bringt sie in den "Fairteiler", einen öffentlichen Kühlschrank, und übernimmt die Organisation. Die Sachen werden dann als elektronische Warenkörbe auf die Plattform gestellt. Man kann einfach vorbeikommen, muss sich nicht registrieren, vielleicht funktioniert das Ganze ja deshalb so gut.

Die Idee dahinter stammt von Filmemacher Valentin Thum, der in seinem Film "Taste the Waste" auf die weltweite Lebensmittelverschwendung aufmerksam machte. "Die Bewahrung von Lebensmitteln war von Anfang an Thema", sagt Russmann. Man komme ohne Lager aus, nichts

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