Zwischen Freiheit und Verderben

Filmregisseur Ken Loach spricht über seinen womöglich letzten Film und seinen Ruf als "Nestbeschmutzer"

Feuilleton | INTERVIEW: GERHARD MIDDING | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Irland und die Geschichte des Bürgerkriegs gehören zu den Themen, die in den Filmen von Ken Loach immer wiederkehren. Großbritannien, die katholische Kirche und ihre Vertreter auf irischem Boden haben als Unterdrücker darin keinen leichten Stand. Das hat dem britischen Regisseur nicht nur den Ruf eines "unverbesserlichen Linken" eingetragen, sondern fallweise auch den eines zunehmend behäbigen Didaktikers.

Loachs jüngster Film, "Jimmy's Hall", basiert auf wahren Begebenheiten in Irland anno 1932. Ein gewisser Jimmy Gralton eröffnet dort nach seiner Heimkehr aus New York einen Tanzsaal, woraufhin der Konflikt zwischen fortschrittlichen Ideen und erzkonservativer Amtskirche in der kleinen Gemeinde vollends eskaliert.

"Jimmy's Hall" hatte bei den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin Premiere. Ken Loach, 78, erhielt einen Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.

Falter: Die erste Frage stelle ich in der Hoffnung auf ein Dementi: Stimmen die Gerüchte, "Jimmy's Hall" sei Ihr letzter


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