Der Sommer ist schneller vorbei, als man denkt

Vor genau einem Jahr sind die Neos in den Nationalrat eingezogen, jetzt haben sie es in den Vorarlberger Landtag geschafft. Wie geht es den Pinken?

Politik | ANALYSE: RUTH EISENREICH | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass in Wien-Neubau der Boden bebte. Das erste Mal seit 30 Jahren hatte eine neue Partei aus dem Stand den Einzug in den Nationalrat geschafft. Als Parteichef Matthias Strolz am Abend des 29. September 2013 mit hochgerissenen Armen in die Parteizentrale einzog, wurde gekreischt, geweint und so heftig gehüpft, dass alles wackelte.

Es war der Höhepunkt des Hypes um die Neos. Sie würden die österreichische Politik auf den Kopf stellen, hieß es damals.

Als die Vorarlberger Parteichefin und Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht am Abend des 21. September 2014 mit einem leicht verkrampften Lächeln bei ihrer Wahlparty ankam, wurde freundlich applaudiert.

Die Neos hatten es auf Anhieb in den Landtag geschafft, waren aber mit 6,9 Prozent unter den Erwartungen geblieben -bei den Nationalratswahlen hatten sie in der pinken Hochburg Vorarlberg noch 13,1 Prozent geholt, bei den EU-Wahlen 14,9 Prozent. Der Hype ist vorbei, die Neos sind in der politischen


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