Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Pop

Bonnie Prince Billy: Singer 's Grave a Sea of ...

Singer/Songwriter Will Oldham alias Bonnie Prince Billy hat sich Songs aus dem Album "Wolfroy Goes to Town" noch mal vorgeknöpft. Dort beschränkte er sich vor allem auf die akustische Gitarre, auf dem in Nashville aufgenommenen "Singer's Grave a Sea of Tongues" haben Stücke wie "Night Noises" in Bandbesetzung ein üppigeres Soundgewand bekommen: ein Gänsehaut-Songreigen zwischen Düsternis und tröstlichen Passagen und mit genau der richtigen Dosis Country -so viel schön! (Domino) SF

Jazz

The Bad Plus: Inevitable Western

Das 2000 gegründete Trio aus Minneapolis schließt die Jazztriotradition von Bill Evans und Keith Jarrett an den Stromkreis des Indierock an und vergrault damit wohl die Puristen aus beiden Lagern: Den Jazzern wird der Groove mitunter zu brachial sein, den Rockisten wird der clusternde Dekonstruktivismus auf die Socken gehen. Interessant ist es allemal, wie Ethan Iverson (p), Reid Anderson (b) und David King (dr) da mit der Tür ins Haus fallen, dieses kurzerhand in Stücke hauen und wieder zusammensetzen. (OKeh) KN

Klassik

Concerto: Venice: The Golden Age

Viele der großen Werke aus Venedigs "Goldenem Zeitalter" entstanden in den berühmten Ospedali: Die Waisenhäuser galten als wichtige Kaderschmieden; sie brachten bedeutsame Musiker hervor, Superstars wie Vivaldi unterrichteten dort. Seine Oboenkonzerte etwa widmete er einem Mädchen namens "Pellegrina". Zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin hat Oboistin Xenia Löffler Vivaldi, aber auch seinen Nachfolgern, unter ihnen der Zeitgenosse Uri Rom, ein musikalisches Denkmal gesetzt. (HM) MDA


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