7 Sachen, die Sie über NEOZOEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Neozön? Was zum Teufel ist dass denn schon wieder?

Z-o-e-n, nicht zön! Der Begriff Neozoen bezeichnet Tiere, die absichtlich oder unabsichtlich von Menschen in ihnen fremden Gebieten ausgesetzt und dort heimisch geworden sind. Welche zum Beispiel?

Ach, da gäbe es ganz schön viele aufzuzählen. Um es kurz zu machen, ein paar Beispiele: Waschbären aus Nordamerika, Wanderratten aus Zentralasien, Kartoffelkäfer und Rebläuse aus den USA, Süßwasserquallen aus Ostasien oder Guppys aus Südamerika.

Wurde nicht erst kürzlich ein Piranha aus der March gefischt?

Richtig. Wobei sich nachträglich herausstellte, dass es sich dabei um einen Pacú handelte. Doch auch dieser Fisch lebt eigentlich in den Stromgebieten des Amazonas und des Orinocos in Südamerika.

Wie kommt er dann in die March?

Vermutlich ist da irgendjemandem sein Aquarium zu viel Arbeit geworden und er hat es einfach in den Fluss gekippt.

Ist das nicht verboten? Klar. Fällt unter Tierquälerei und kann mit einer Geldstrafe von bis zu 7500 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 15.000 Euro bestraft werden.

Und diese Neozoen, wie geht 's denen in ihrer neuen Heimat?

Nun ja: Entweder, sie gewöhnen sich ein, passen sich der Umgebung an und vermehren sich, oder sie sterben.

Könnten wir dann nicht auch irgendwelche coolen Arten hier heimisch machen?

Ganz schlechte Idee! Solche Eingriffe durch den Menschen haben immer schlimme Folgen für das Ökosystem und bringen alles aus der Balance. F


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