Leben retten durch Stadtgründungen

Das Mittelmeer wird zum Massengrab. Was können wir tun? Zum Beispiel Städte schaffen. Ein Gedankenspiel

GASTKOMMENTAR: CHRISTOPH CHORHERR | Falter & Meinung | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Schon wieder sind hunderte Menschen im Mittelmeer ertrunken - und wieder schnürt es uns den Hals zu. Wie sollen wir umgehen mit Flüchtlingen, die aus den Krisenherden, vor allem aus Afrika, zu uns kommen und dabei ihr Leben riskieren?

Das Bevölkerungswachstum in einigen besonders instabilen und vom Klimawandel stark betroffenen afrikanischen Ländern ist bedrohlich. Niger, heute 19 Millionen Einwohner, wird bis Ende des Jahrhunderts auf 200 Millionen wachsen. Mali steuert von 16 Millionen auf 100 zu.

Und das heute schon dicht besiedelte Nigeria, dessen brüchige Staatlichkeit von den Boko-Haram-Islamisten bedroht ist, wird laut Uno-Demografen von 180 Millionen Einwohnern bis 2100 auf unglaubliche 900 Millionen wachsen.

Europa muss Kraftakte setzen und die wichtigste Investition zur Reduktion der Kinderzahl sowie zum Aufbau eines prosperierenden Gemeinwesens unterstützen: Bildung und den Aufbau von Schulen.

Aber wir müssen ehrlich sein. Selbst wenn das eines Tages geschähe, jetzt ist wenig

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