Technik Dinge, die uns brauchen

Wer schaut noch ins Teleskop, wenn es Apps gibt?

Medien | PRÜFBERICHT: THOMAS VAŠEK | aus FALTER 39/14 vom 24.09.2014

Ein klarer Sternenhimmel ist schon etwas Tolles, um nicht zu sagen: etwas Erhabenes. Man kann irgendwie verstehen, dass sich tausende Hobbyastronomen mit ihren Teleskopen die Nächte um die Ohren schlagen. Komfortabler ist's natürlich, ein Planetarium aufzusuchen, das den Sternenhimmel nur simuliert. Der größte Vorteil besteht darin, dass man die Gestirne nicht nur sieht, sondern auch noch erklärt bekommt, was man da eigentlich sieht. Heutzutage reicht dazu ein iPad mit einer Astro-App. Eine der besten heißt "Redshift"(iOS, zehn Euro) und bietet so ziemlich alles, was man sich als Sternenfreund erwartet, ohne dass man dafür auch nur einen Fuß vor die Tür setzen muss.

Mit Redshift kann man Sternbilder betrachten, Planetenbewegungen verfolgen, an Lichtjahre entfernte Objekte heranzoomen oder schnell mal mit einer Rakete auf einem Planeten landen. Ebenso lassen sich vergangene wie zukünftige Sonnenfinsternisse simulieren. Das alles bietet Redshift in hochauflösender Grafik mit vielen faszinierenden Details, bis hin zum Schattenwurf von Monden auf eine Planetenoberfläche. Zudem kann der Nutzer zwischen verschiedenen Nachthelligkeiten und sogar verschiedenen Beobachterstandorten wählen. Wer braucht da noch den wirklichen Kosmos?

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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