"Ich wollte keinen charismatischen Serienmörder"

Der Schotte John Burnside im Gespräch über seine Anfänge als Romancier und über echte Psychopathen

Interview: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Ein junger Mann aus wohlhabendem Haus widmet sein Leben ganz der Forschung. Allerdings ergeht er sich in höchst dubiosen Experimenten und scheut dabei auch vor Gewalt gegen Menschen nicht zurück. Mit dem soeben auf Deutsch erschienenen "Haus der Stummen" gab der schottische Lyriker John Burnside 1997 sein Debüt als Romanautor. Mittlerweile zählt er zu den bedeutendsten Erzählern der Gegenwart. Kürzlich war er beim Literaturfestival Sprachsalz in Hall in Tirol zu Gast und stand dem Falter Rede und Antwort.

Falter: Mit "Haus der Stummen" haben Sie vor knapp 20 Jahren den Sprung vom Nebenerwerbs-Lyriker zum Vollzeit-Schriftsteller gewagt. Wie erinnern Sie diese Zeit?

John Burnside: Ich musste eine Entscheidung treffen. Ich hatte einen zeitaufwendigen Job in der Computerindustrie. Da konnte ich Gedichte im Kopf ausprobieren, aber eine umfangreichere literarische Arbeit wäre daneben unmöglich gewesen. Ich habe meine Freunde so lange mit meiner Idee für einen tollen Roman genervt, bis

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