Seinesgleichen geschieht

Kann man für Demokratie kämpfen und sie zugleich abschaffen?

Der Kommentar des Herausgebers

Falter & Meinung | Von Armin Thurnher | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Krisen und Kriege. Ein Konflikt, den ein wahrscheinlich durch Wahlbetrug an die Regierung gekommener Präsident - George W. Bush - anzettelte, holt seinen Nachfolger ein. Die von den USA und deren Alliierten (oder Vasallen?) aufgerüsteten IS-Milizen verwandeln sich, kaum aufgerüstet, in einen Feind. Man kennt das Muster aus Afghanistan. Es muss der Waffenindustrie eingefallen sein (aus einem desolaten Bundesheer lässt sich allerdings auch nicht wirkliche Seelenruhe ziehen). Der Arabische Frühling, als Herstellung der Demokratie emphatisch begrüßt, lässt die üblen Diktatoren, die er wegfegen wollte, im Rückblick beinahe aussehen wie friedliche, aufgeklärte Monarchen humanitären Zuschnitts.

Man ist als Konsument von Geschichte darin geübt, unsentimental zu bleiben. Nach der griechischen Katastrophe (die EU verweigert dem Mutterland der Demokratie demokratische Selbstbestimmung) erleben wir im Mittleren Osten Schlimmeres. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird eine Wiege der Zivilisation

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