Die Glosse vom Falter

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Falter & Meinung | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Die Angst vorm jungen Mann geht um, man spürt sie allerorten. Von der Natur ausgestattet mit einem Glied und starkem Haarwuchs an den unmöglichsten Stellen - das ist das fleischgewordene Bedrohungsszenario in der Asyldebatte. Ja, sagen die Gemeinden, über die Aufnahme von armen Familien könne man notfalls reden. Aber junge Männer? Nein, danke!

Blöd für die Bürgermeister, dass sie nicht darüber bestimmen können, wer vorm Krieg fliehen darf. So müssen sie ignorieren, dass auch Burschen arm sein können und Schutz brauchen. Denn als Politiker muss man die vertrottelte Meinung der Bevölkerung ernst nehmen. Wo kämen wir denn da hin, wenn allein die Vernunft regierte?

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spürt die Angst des kleinen Mannes, kein Wunder, er ist ja auch der kleine Geist der Politik. Im ORF warnte er nun vor den vielen jungen Männern. Leider stimmt's, sie sind tatsächlich die gefährlichste Bevölkerungsgruppe: 30 Prozent der bis 29-jährigen Gliedträger wählten bei der letzten Wahl die FPÖ.


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