Prost!

Wie man sich Kakao wieder schöntrinkt

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Aztekentrank

Stadtleben | MS | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Kakaotrinken wird mit zunehmendem Alter schwieriger. Der koffeinierte Gaumen plagt sich nunmehr mit der fettigen Trägersubstanz Milch und die Schlagobershaube macht diese Angelegenheit auch nicht leichter. Passionierte Kakaotrinkerchen sind an der Schwelle zur Adoleszenz vermutlich übergangslos zu Caffè-Latte-Trinkern mutiert. Kakaotrinken ist in der Welt der Erwachsenen out, um es kurz zu sagen.

Nun weiß man, dass sich bereits die Maya und Azteken an der Kakaobohne in Form von Getränken labten. Sie wurde mit der Entdeckung Amerikas nach Europa gebracht und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auch nur in flüssiger Form konsumiert. Abgelöst wurde das gierige Geschlabber vom Kakao in gepresster Form. Bis zur Erfindung der Schokolade dauerte es nicht mehr lange, und so fertigte ein englisches Unternehmen im Jahr 1847 die ersten Schokoladetafeln an.

Dass Kakao aber auch mehr kann als Grundlage für Schokolade und übersüßte Getränke zu sein, das beweist die auf Biogewürze spezialisierte Firma Kleewiese, die ihren Sitz im burgenländischen Neudorf hat. Aztekentrank heißt das dieswöchige Getränk des Begehrens. Der Name ist affig, die Aufmachung kommt all natural daher. Großartig aber ist die Zusammensetzung: Kakao, Piment, Vanille, Chili und eine Spur zu viel Kardamom sind enthalten. Wem die Kuhmilch zu arg ist, der kann auf Getreidemilch umsteigen, oder aber man rührt sich das Pulver in den Grießbrei, der schön langsam die morgendlichen Mägen zu wärmen vermag.


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