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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Was macht man, wenn man im Flugzeug sitzt, das rechte Triebwerk ausfällt, Rauch ausströmt und die Atemmasken herunterkommen? Na klar, ein Selfie! Ein Amerikaner griff in dieser Situation tatsächlich zu seinem Smartphone und machte ein Video, er nahm dabei sogar ein Selfie von sich auf, auf dem er hinter der Atemmaske lächelt.

Das Video wurde prompt im Netz herumgereicht, wer nach "JetBlue flight 1416" googelt, findet es sofort. Zum Glück ging alles gut aus. Nur das Video hat einige verstört. Die New York Times fragte zum Beispiel: Wann ist der passende Moment, um das Handy wegzulegen, innezuhalten und über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken? Ist ein Flugzeugabsturz der richtige Zeitpunkt? Ich würde behaupten ja.

Ich mag das Internet ja auch sehr gerne, vermute aber: Im Fall eines Flugzeugabsturzes wären mir das eigene Handy, Twitter und Facebook ziemlich wurscht.


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