Eine schizophrene Branche

Beim TV-Magazin "Zapp" reden Journalisten darüber, was Journalisten falsch machen

Medien | Interview: Barbara Tóth | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Wenn jemand einen Überblick über den deutschsprachigen Medienmarkt hat, dann ist das Steffen Grimberg. Er ist Redakteur beim NDR-Magazin "Zapp" und diese Woche in Wien als Referent zu Gast. Warum kriselt es bei Spiegel und FAZ? Was machen die Zeit und die taz richtig?

Falter: Herr Grimberg, was bieten Sie bei "Zapp"?

Steffen Grimberg: Wir sind ein kritisches TV-Magazin, das schlaglichtartig problematische Entwicklungen im Medienbereich beobachtet. Wir sind Teil des öffentlich-rechtlichen Systems und schauen auch kritisch auf uns selbst. Das gibt es in der Form sonst nicht.

Der ORF hat Sie schon oft als Experten eingeladen. Warum haben wir so ein Format noch nicht?

Grimberg: Medienjournalisten machen sich nie Freunde. Journalisten sind eine schizophrene Branche. Wir nehmen uns heraus, andere zu kritisieren, aber die, die uns kritisieren, sind dann schnell die Nestbeschmutzer.

Zwei Institutionen des deutschen Journalismus wanken. Die FAZ spart massiv Personal ein, der Spiegel kann sich auf


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