SIE HORTEN IM VERBORGENEN

Anlässlich der Viennafair erklären vier jüngere Wiener Kunstsammler ihre Lust am Kunstkauf und warum ihre Spezies so rar und scheu ist

Feuilleton | Sammlungsrundgang: Nicole Scheyerer | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014


Nuriel Molcho (Foto: Heribert Corn)

Nuriel Molcho (Foto: Heribert Corn)

Das Lamento war jahrzehntelang das gleiche: In Österreich gebe es viel zu wenige Kunstsammler, jammerten die Galeristen im Chor und blickten voll Neid zu ihren Kollegen in Deutschland, Belgien oder der Schweiz. Mit dem Kunstmarktboom der Nullerjahre hellte sich aber auch hierzulande so manches Galeristengesicht auf. Auf einmal war von einer „jüngeren Käuferschicht“ die Rede, die auch im Vernissagengetümmel Präsenz zeige.

Schließlich wurden verschiedene Initiativen zur Bildung – und auch zur Bindung – von Neosammlern publik. So betrieb etwa der inzwischen im Kunsthistorischen Museum angestellte Kurator Jasper Sharp eine Art Beratungslehrgang namens „Collective“, bei dem er gegen gutes Geld das Know-how des Kunstsammelns vermittelte. Das 21er Haus gründete die „Young Collectors’ Community“, einen Club für Vernetzung und Diskurs, und die „Young Secession“ trifft sich zu Ausstellungs- und Atelierbesuchen.


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