Kommentar Medien

Arianna Huffington und die umstrittene "Natur" des Internets

Falter & Meinung | Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Was Arianna Huffi ngton wirklich kann, ist verkaufen. Wäre sie eine Autohändlerin, hätte ihr wohl die halbe Wiener Telekombranche neulich einen fahrbaren Untersatz abgekauft. So beeindruckend und wortgewandt war, was sie vergangene Woche auf dem "future.talk" aufführte - die Veranstaltung ist ein Prestigeevent der Telekom Austria, bei dem das Unternehmen immer wieder spannende Persönlichkeiten und technologische Visionäre einlädt. Dieses Jahr war Huffington die Hauptrednerin, Gründerin des globalen Online-Mediums Huffington Post und Millionärin.

Huffi ngton fiel dabei auch mit umstrittenen Aussagen auf: Zum Beispiel verteidigte sie, dass ihre Website dem Großteil der Autoren (die "Blogger") nichts bezahlt. Die Debatte sei überflüssig, meinte sie, denn "das ist die Natur der Plattformen".

Gleich darauf verglich sie ihre unbezahlten Blogger mit den Heerscharen von Usern, die ebenfalls unentgeltlich Wikipedia-Einträge aktualisieren. Sie suggerierte damit: Die arbeiten doch auch


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