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Die Josefstadt zürnt: Das Palais Strozzi wird an Reiche verkauft

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Wie verändert man die DNA einer Stadt? Etwa durch den Ausverkauf von kommunalen und staatlichen Immobilien-Gustostückerln. In der Josefstadt ist das gerade zu besichtigen. Da werden die letzten hübschen Staatsimmobilien an Superreiche verkauft.

Nachdem die Gaswerke ihre Zentrale an ein Luxushotel veräußerten und das kartografische Institut am Hammerlingpark von der Soravia-Gruppe zu Luxusappartments umgebaut wird, steht die nächste Privatisierung an: Das Palais Strozzi, einst Sitz des Finanzamts, soll von der Bundesimmobiliengesellschaft (sie untersteht ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner) verkauft werden. In der Josefstädter Bezirksvertretung sind alle Parteien empört. Der schwarze Bezirk benötigt nicht nur Grünflächen (die das Palais bietet), sondern auch Raum für die Schule Pfeilgasse. Die BIG kontert gelassen. Die Stadt Wien, so ein Sprecher, sei eingeladen, die Immobilie zu kaufen.


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