7 Sachen, die Sie über LEBERKÄSE eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Warum heißt der Leberkäse eigentlich Leberkäse?

Berechtigte Frage, immerhin enthält er weder Leber noch (außer im Fall des Käsleberkäses) Käse. Wahrscheinlich ist, dass der Name aus dem Bairischen stammt, da der Leberkäse der Legende nach vor über 200 Jahren in München vom Metzger des Kurfürsten Max III. erdacht wurde. Im Bairischen bezeichnet "Kas" oder "Käs" schlichtweg eine kompakte Masse.

Was ist der Leberkäse denn dann?

Er fällt unter die sogenannten Brühwurstsorten, wie zum Beispiel auch Frankfurter oder Debreziner.

Und was ist da nun drinnen?

Kommt auf die Sorte an, aber hierzulande muss, wo Leberkäse draufsteht, Schweine- und Rindfleisch, Schweinespeck und Wasser drinnen sein.

Leber also wirklich gar nicht?

Nein. Der Leberanteil ist nicht vorgeschrieben, lediglich bei "grobem" und bei "Stuttgarter Leberkäse" muss er mindestens fünf Prozent betragen.

Arg. Und stimmt es, dass im Leberkäse lediglich Fleischabfälle drinnen sind ?

Abfälle nicht, Reste schon. VKI und AMA haben kürzlich den großen Leberkäse-Test gemacht. Von 33 sind aber nur zwei durchgefallen, weil sie mit Keimen belastet waren.

Das heißt, der Leberkäse ist überhaupt kein Müll?

Sagen wir mal so: nicht mehr oder weniger als andere Würste eben auch.

Was soll das jetzt wieder heißen?

Nun ja, das heißt, dass Leberkäse und Co nicht per se schlecht sind. Aber wie immer macht die Menge das Gift, weil da natürlich wahnsinnig viel Fett und Salz drinnen sind. Und dass das nicht sehr gesund ist, weiß man ja.


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