Vielleicht brauchen sie einen Schubs

In der Bildungspolitik wird sich ohne gesellschaft lichen Druck nichts ändern. Deshalb gibt es jetzt "jedesKIND"

Falter & Meinung | Aufruf: Sibylle Hamann | aus FALTER 40/14 vom 01.10.2014

Man hat es ja als Journalistin normalerweise leicht. Man interessiert sich für ein Thema, Bildung zum Beispiel. Schaut sich Schulen an, liest Studien, interviewt Leute, bildet sich eine Meinung und formuliert die dann. Andere lesen das, freuen sich, ärgern sich. Eventuell gibt es sogar einen Leserbrief. Aber das war's dann. Neue Woche, neues Thema. Oder warten, bis dasselbe nach einer gewissen Pause wiederkommt. Es grüßt das Murmeltier. "Journalismus ist Wiederholung": Wenn Journalisten diesen Satz aussprechen (sie tun es gern und oft), soll das lässig klingen. In Wirklichkeit jedoch offenbart sich hier Frustration. Darüber, dass es halt selten reicht, immer wieder festzustellen, was getan werden müsste. Solange niemand etwas tut, tut sich nichts.

Im österreichischen Bildungswesen kann einen dieses Muster wahnsinnig machen. Seit Jahren wissen wir, von immer neuen Studien belegt, dass an unserem System etwas Grundlegendes nicht stimmt: Es ist eines der teuersten der Welt, erzeugt


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