Kunst Vernissagen

Mit leerem Magen für das Vaterland posieren

Lexikon | NS | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Im Jahr 1914 erteilte der damalige Bürgermeister Richard Weiskirchner den Auftrag, "diese historisch bedeutende Zeit" zu dokumentieren. Aus dem Fundus der Kriegssammlung speist sich nun die Fotoausstellung "Wien im Ersten Weltkrieg", die auch anhand von Gebrauchsgrafik an die "Heimatfront" führt. Das entstandene Material diente vor allem der Propaganda, wobei Kinder besonders dankbare Motive waren. Sie wurden für den Kriegsdienst eingespannt, etwa in Schulen durch "Häkeln für die Front" oder Geldsammeln für das Rote Kreuz. Die Schau zeigt auch die Kehrseite dieser Fassade, von der Versorgungsnot bis hin zum Schicksal der Soldaten und der Flüchtlinge, die Wien damals zu einem Einwohnerhöchststand führten.

Wien Museum, Mi 18.30; bis 18.1.


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