Kolumne Außenpolitik

Von Hongkong nach Festland-China: Springt der Funke über?


RAIMUND LÖW
Falter & Meinung | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Hongkong hat in 150 Jahren als britische Kronkolonie seine Regierungschefs nie selbst gewählt. Sie wurden immer von der Regierung ihrer Majestät ernannt. Die Perspektive freier Wahlen entstand für die südchinesische Metropole paradoxerweise erst durch die Eingliederung in die Volksrepublik China 1997: Das Grundgesetz über die Selbstverwaltung sieht für 2017 die demokratische Volkswahl des Verwaltungschefs vor.

Die Frage, ob innerhalb des von Deng Xiaoping erfundenen Modells "Ein Land, zwei Systeme" eine demokratische Entwicklung möglich ist, hat jetzt zur größten Massenbewegung auf chinesischem Boden seit einem Vierteljahrhundert geführt.

Ihre Freiheiten haben die Bürger Hongkongs nach Abzug der Briten behalten, etwa die Vielfalt der Medien und die Unabhängigkeit der Justiz. Aus China vertriebene Dissidenten sind von Hongkong aus weiter aktiv. Regelmäßig erinnern Zehntausende an das Massaker am Tian'anmen-Platz 1989. Aber im Hongkonger Establishment wächst die Macht der mit

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