Kein Anschluss unter dieser Nummer

Die Burgtheater-Krise bringt nun auch das Nature Theater of Oklahoma und sein Projekt "Life and Times" ins Strudeln

Feuilleton | BERICHT: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Es ist eines der schönsten und verrücktesten Theaterprojekte unserer Tage: In der auf zehn Teile angelegten Performancereihe "Life and Times" bringt die New Yorker Gruppe Nature Theater of Oklahoma seit 2009 die Lebensgeschichte einer jungen Frau auf die Bühne.

Basis für das epochale Unterfangen waren zehn Telefonate mit der damals 34-jährigen Musikerin Kristin Worrall, einem Mitglied der Gruppe. Das Transskript jedes Telefonats liefert das Textmaterial für je eine Episode. Zum Konzept gehört auch, dass in jedem Teil eine andere Kunstform zum Einsatz kommt. Am Ende sollte "Life and Times" dann in einer Gesamtaufführung gipfeln, die wohl mindestens einen ganzen Tag lang dauern würde.

Ob es so weit kommt, ist derzeit allerdings sehr fraglich. Das Nature Theater of Oklahoma hat nämlich seinen wichtigsten Partner verloren: das Burgtheater. Die ersten vier Episoden waren im Kasino uraufgeführt worden, und die Kooperation sollte fortgesetzt werden. Aber dann ist im Burgtheater die Krise


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