Bunte Hunde, schlaffe Hasen

Die Kölner Künstlerin Cosima von Bonin bringt Pinocchio zum Kotzen und bevölkert das Mumok mit riesigen Plüschtieren

Feuilleton | BEGEGNUNG: NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

So etwas lasse ich mir einfallen, wenn ich die Hunde spazieren führe, da ist nicht viel dahinter." Beim Gassigehen mit ihren Bulldoggen kommen der Künstlerin Cosima von Bonin die besten Ideen. Zum Beispiel der Einfall, doch mal Skulpturen in Form überdimensionaler Stofftiere zu produzieren, dürfen die Rüden doch täglich ein Spielzeugtier zerfetzen.

Am Anfang der 100 Arbeiten starken Personale "Hippies use side door. Das Jahr 2014 hat ein Rad ab", die das Mumok der 51-jährigen Kölnerin widmet, bilden ein Paar entzückender Bernhardiner und ein Eselchen das Begrüßungskomitee.

"Das erste gedruckte Interview mit Cosima von Bonin" übertitelte das Popmagazin Spex 2012 ein Gespräch mit der Künstlerin, die in den 20 Jahren ihrer Laufbahn Journalisten jede Auskunft verweigert hatte. Beim Ausstellungsrundgang mit dem Falter ist Bonin bestens gelaunt. "Wir sind preußischer Uradel", erzählt sie über das Geschlecht der Bonins, die einst mit anthroposophisch-biodynamischer Kartoffelzucht


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