Am Apparat

Würden Sie auch für die KPÖ arbeiten, Herr Petzner?

Telefonkolumne

Politik | ANRUF: WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Stefan Petzner, Haiders ehemalige rechte Hand und bis vor kurzem der Paradiesvogel im Parlament, hat sich mit einer PR-Firma selbstständig gemacht. Gemeinsam mit Ex-BZÖ-Pressesprecher Heimo Lepuschitz will er aus seiner politischen Erfahrung Kapital schlagen.

Herr Petzner, wie läuft das Geschäft ?

Besser, als wir es für den Start erhofft haben. Wir haben den Vorteil, dass ein Petzner keine Inserate schalten muss. Ganz Österreich weiß aus den Medien, dass es uns gibt.

Warum landen so viele Ex-Politiker in der Beraterbranche? Können sie nichts anderes?

Ich frage die Suderanten: Was wollt ihr? Wohl nicht, dass wir nach der Politik Versorgungsposten annehmen, wie es etwa ÖVP-Politiker tun. Josef Pröll wird von Raiffeisen versorgt, für Spindelegger sucht man gerade einen Job in Brüssel und für Danninger hat man nun laut Medienberichten einen Posten bei der Hypo NÖ gefunden. Ich hätte auch mal einen Versorgungsjob in Kärnten haben können. Meine Antwort damals: Bevor ich das mach, verhungere ich lieber.

Welches Know-how können Sie Ihren Kunden überhaupt anbieten?

PR-Expertisen und das nötige Handwerk; wir haben immerhin jahrelange politische Erfahrung. Sie können sicher sein: Wir liefern für unser Geld. "Wos woa mei Leistung?", wie bei Meischberger und Grasser wird man von uns nicht hören.

Würden Sie für alle Parteien arbeiten, etwa auch für die Kommunisten?

Ich schließe niemanden aus, aber für jeden arbeite ich sicher nicht. Ein Angebot vom Ex-FPÖler Albert Gunzer, seinen Wahlkampf zu machen, habe ich abgelehnt. Der gefällt mir nicht.

In Kärnten arbeiten Sie ja nun fürs Team Stronach. Wie das?

Ich kann gut mit Gerhard Köfer und glaube, dass wir was bewegen können.


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