Musiktheater Kritiken

Wenig gelungene Hauptund Staats(opern)aktion

Lexikon | HR | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Mozarts "Idomeneo, Rè di Creta" hat in Wien eine Legion toller Sänger, Inszenierungen von Johannes Schaaf und Nicolas Brieger, Dirigenten wie Harnoncourt und René Jacobs als Vorläufer. Die neue Premiere verbuchte den kürzesten Applaus seit langem, in den sich Buhs für den Dirigenten Christoph Eschenbach mischten. Nicht mehr auf der Höhe seiner Kunst müht Michael Schade sich oft vergeblich, heroischen Ton und Koloraturen zu treffen, gute Einfälle des dänischen Regisseurs (zu Beginn hängen Gefangene wie Marionetten im praktikabel erfundenen Bühnenraum) verpuffen im Statuarischen. Nur in kurzen Momenten vernimmt man den schönen Gesang der Liebenden Ilia und Idamante (Chen Reiss, Margarita Gritskova), Elettra elektrisiert nicht.

Staatsoper, Sa, Di, Do 18.30


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