Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Schwip Schwap

Cola oder nicht Cola: Das ist hier nicht die Frage!

Stadtleben | MS | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Wer hat es nicht gerne getrunken? Das selbstgemixte Spezi oder das vorgefertigte Mezzomix und wie das aus Cola und Orangenlimonade bestehende Getränk noch heißen mag. Seit heute weiß man's: Schwip Schwap. Der Speed-kills-Drink mit dem schlappen Fruchtgehalt von 3,5 Prozent besteht überwiegend aus Wasser, Zucker und Koffein. Schwip Schwap gehört zum Pepsi-Imperium und trinkt sich, wie soll man sagen, allzu vertraut.

Es ist das Getränk, das dem Hangover für ungefähr eine Sekunde eine erträgliche Facette verleiht. Diese one-second lemonade ist im "ökologisch wertvollen" Aludosenformat erhältlich, aber nicht überall, eher im gut sortierten Getränkefachmarkt. Das Retro-Design ist in braunen und gelben Tönen gehalten und das Logo lehnt sich an jenes von Pepsi an. Gähn.

Für alle, die sich bereits reproduziert haben, stellt sich irgendwann die Frage, ob und ab wann man dem Kind Cola verabreichen darf. Ganz strikte Positionen machen in der Koffein-Zucker-Melange eine Gefährdung des sich entwickelnden Wach-Schlaf-Rhythmus aus. Andere sehen bei Anlässen wie Silvester einen praktischen Aspekt des Verabreichens. Und die Legeren unter den Erziehern geben die kindliche Arena frei fürs große Schlürfen und wundern sich, warum sich das Kind gummiballartig durch Raum und Zeit bewegt. Dieses Thema füllt ganze Foren mit heiß geführten Diskussionen. Die Meinung, Cola sei als Medizin gegen Durchfall einzusetzen, gibt es auch. Das ist in etwa so nachhaltig wie besagte Aludose.


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