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Im Bann von 100 Jahre Krieg

Bücher, kurz besprochen

Politik | WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Heuer, hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, wird in Deutschlands Öffentlichkeit intensiv über die deutsche Rolle im Krieg diskutiert. Der australische Historiker Christopher Clark vertritt etwa in seinem preisgekrönten Werk "Die Schlafwandler" die viel rezipierte These, Deutschland habe den Ersten Weltkrieg nicht absichtlich begonnen, um seinen Vorteil zu suchen. Sondern das damalige Kaiserreich sei in den Konflikt, quasi ungewollt, hineingeschlittert.

Dieser Deutung widerspricht nun der Historiker Wolfram Wette in einem lesenswerten Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik. Wette sieht in derartigen Thesen den "zynischen Versuch", einen Angriffs-in einen Verteidigungskrieg umzudeuten.

Wolfram Wette: Seit hundert Jahren umkämpft: die Kriegsschuldfrage. Blätter für deutsche und internat. Politik, 9/14, € 10,-


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