Beisl Der steirische Gourmet

Könnte John Travolta munden

Steiermark | BÄCKEREI-KONDITOREI-TEST: GÜNTER EICHBERGER | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Man isst nicht mit dem Kopf, sondern mit den Sinnen." Die neurobiologisch höchst anfechtbare Maxime des neuen Sorger-Küchenchefs Markus Mischinger soll niemanden abhalten. Auch nicht die Wandtafeln, die Wiener Kaffeespezialitäten benennen, als ob das beige-braune Ambiente nicht schon Hinweis genug wäre. Aber Sorger möchte mehr als eine Bäckerei-Konditorei sein und bietet neuerdings Mittagsgerichte. Vom Burgunderbraten bis zu sautierten Kräuterseitlingen weicht das Angebot deutlich vom freudlosen Einheitsbrei ab, der gestandenen Menüessern oft aufgetischt wird.

Mischinger, der früher im Blounge und Eckstein werkte, setzt konsequent auf regionale Bioprodukte. Bei unserem Besuch in der Sporgassenfiliale gibt es nach einer grob pürierten Hokkaido-Kürbiscremesuppe ( € 4,-) als Tagesteller ein großartiges Barschfilet mit Semmelkrenkruste in Wurzelsud -um sage und schreibe € 7,10. À la carte empfiehlt sich der Almo-Burger ( € 10,-), der auch den Killern in "Pulp Fiction" schmecken könnte.

Resümee

Mischinger ist ein Gewinn, wenn nicht Volltreffer. Das neue Konzept überzeugt auf der ganzen Linie. Darauf ein Glas Wein von Silberberg oder Lackner-Tinnacher!

Sorger

Sporgasse 4,8010 Graz, 0316/81 91 60 11, Mo-Fr 7-18.30, Sa 7.30-18.30, So 8-18 Uhr (Mittagessen auch in den Filialen Jakominiplatz, Südtiroler Platz und Eggenberger Allee)


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