Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Pop

Perfume Genius: Too Bright

Album Nummer drei von Mike Hadreas, dem schwulen Songwriter aus Seattle hinter Perfume Genius, beginnt mit einer introspektiven Pianoballade über innere Kämpfe und Dämonen. More of the same also? Weit gefehlt! Hadreas reißt die Fenster in der Folge weit auf und verblüfft mit einer Bandbreite, die von abgedrehten elektronischen Sounds (am Synthesizer: Adrian Utley von Portishead) bis zu fast rockigen Songs reicht. Ein packender Songreigen, wie man heuer kaum noch einen gehört hat. (Matador) SF

Pop

Caribou: Our Love

Der kanadische Musiker und studierte Mathematiker Dan Snaith hat unter dem Namen Caribou ein eigenes Genre begründet: elektronische Musik für Indie-Kids, die ansonsten eigentlich die Gitarre bevorzugen. Sein viertes Album reduziert sowohl die Songanteile als auch das Tempo, setzt auf Atmosphäre und spricht, beim Titel der Platte kein Wunder, immer wieder von der Liebe. Das ist schon alles sehr geschmackvoll, fein ausgetüftelt und schön, ein bisschen fad ist es allerdings auch. (City Slang) GS Live: 18.10., Museumsquartier

Klassik

Edvard Grieg: Complete Symphonic Works

Drei Jahre lang widmete sich das WDR Sinfonieorchester Köln unter Eivind Aadland der Gesamtedition von Griegs sinfonischen Orchesterwerken. Der vierte und letzte Teil gilt zwei Jugendwerken des Komponisten, sie entstanden mit 21 bzw. 25 Jahren. Los geht es mit Griegs kaum gespielter Sinfonie in c-Moll, interpretiert mit jugendlichem Elan und orchestraler Brillanz. Ebenfalls eine Neuentdeckung wert: Das berühmte Klavierkonzert in a-Moll, dem sich der Pianist Herbert Schuch ebenso lustvoll wie stilsicher nähert. (Audite) MDA


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige