7 Sachen, die Sie über ROSSKASTANIEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Jetzt fallen sie uns wieder auf den Kopf, die Kastanien. Kann man die essen?

Nur wenn man ein Wildschwein im Lainzer Tiergarten ist. Rosskastanie, von der hier die Rede ist, und Edelkastanie gehören unterschiedlichen Familien an. Die Rosskastanie gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse.

Seifenbaum? Kann man damit putzen?

Man soll mit Rosskastanien Wäsche waschen können, ja! Wer auf Waschpulver verzichten mag, zerkleinert Kastanien, gießt sie mit Wasser auf und wartet ein paar Stunden, bis ein milchiger Saft entsteht, den man abgesiebt ins Waschmittelfach kippt.

Und das funktioniert?

Angeblich. Wer Waschnüsse verwendet, kann wohl auch Waschkastanien verwenden.

Wieso haben viele Kastanienbäume schon im Sommer braune Blätter?

Wenn das so ist, war die Kastanienminiermotte am Werk. Die hat kaum natürliche Feinde.

Und was tut man dagegen?

Das Laub - ausnahmsweise - nicht unter den Baum kehren, sondern einsammeln und verbrennen. Damit keine Larven fürs nächste Jahr bleiben.

Man kann sie nicht essen, sie haben die Motten - wofür sind denn Kastanienbäume überhaupt gut?

In der Naturapotheke helfen Rosskastanien bei Krampfadern und offenen Beinen. Die entsprechenden Mittelchen gibt es in der Apotheke.

Und wenn man eine Kastanie findet?

Einstecken! Die erste Kastanie, die man findet, soll man einstecken. Das bringt Glück, sagen Abergläubische. Außerdem bedeutet eine Kastanie in der Tasche Freundschaft.


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