Retro-Weibchen sucht Alpha-Männchen zur Brutpflege

Die Autorin und Profil-Journalistin Angelika Hager hat eine flapsige Abrechnung mit der jungen Frauengeneration geschrieben

Politik | REZENSION: BARBARA TÓTH | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Der Geschlechterkampf ist ein gutes Geschäft, zumindest für Buchverlage. Vor allem Journalistinnen arbeiteten sich in den Nullerjahren an den unterschiedlichsten weiblichen Rollenvorstellungen ab.

Sie preisten beispielsweise das "Eva-Prinzip"(Ex-Tagesschau-Moderatorin Eva Herrmann), outeten sich als "Bitterfotze" (Maria Sveland), sahen ihre eigene Frauengeneration in der "Emanzipationsfalle" (Ex-Zeit-Journalistin Susanne Gaschke), schimpften über ihre "Geiselmentalität" (Ex-taz-Chefin Bascha Mika) oder hofften auf eine neue "F-Klasse", in der die "Zukunft von Frauen gemacht wird" (Thea Dorn).

Polly Adlers Geschlechterkampf

Nun hat auch Profil-Gesellschaftsressort-Leiterin Angelika Hager, deren literarisches Alter Ego Polly Adler als Romanautorin und Kolumnistin überaus erfolgreich ist, ein fürs Geschlechterkampf-Genre perfekt abgemischtes Büchlein vorgelegt. Es trägt den hübschen Titel "Schneewittchen-Fieber". Damit auch jeder Leser auf Anhieb versteht, um was es der Autorin geht,


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