Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (185)

Stadtleben | aus FALTER 41/14 vom 08.10.2014

Herr J. möchte wissen, ob man bei einem besonders teuren Präsent das Preisschild dranlassen darf, um bei der Beschenkten "ein wenig mit dessen Wert" anzugeben.

Was wollen Sie, lieber Herr J.: jemandem mit einem gut überlegten Geschenk eine Freude machen? Oder ein Statement setzen und zeigen, wie viel Geld Ihnen diese(r) Jemand wert ist? In letzterem Fall wäre es einfacher, statt eines Geschenkes kurzerhand die entsprechende Summe in bar zu überreichen. Was für eine Frage: Wer - bewusst -das Preisschild am Geschenk dranlässt, ist ein Angeber und sollte sich was schämen. Davon abgesehen, dass im Handel das Preisschild ohnehin selten geworden ist und die Beschenkte sicherlich auch ohne Wink mit dem Zaunpfahl ahnt, was sie Ihnen wert ist. Gute Schenker machen übrigens auch den Preis auf der Rückseite von Taschenbüchern mit Edding unkenntlich.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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