Menschen

Mücke & Elefant

Falters Zoo | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Im Schönbrunner Elefantenhaus stellte Fernsehmann, Nebenbeibauer und Ex-Dieter Max Moor das hübsche Projekt "Planet Erde live in Concert" vor, das es am 15. März in der Wiener Stadthalle zu sehen gibt. Naturdoku-Fans kennen die preisgekrönte BBC-Serie "Planet Erde" natürlich und können sich auf ein Wahnsinnsspektakel mit Riesenleinwand und 80-köpfigem Orchester einstellen, das die Naturfilmbilder live begleiten wird, während Herr Moor den Live-Erzähler macht und die irrsten Geschichten und dramatischsten Momente der Doku-Reihe erläutert. Schon ein bisschen anders als Nachmittagsfernsehen. Und anders als Zoo sowieso.

Wieso haben sich eigentlich noch keine Naturfilmer des Phänomens Harald Glööckler angenommen? Der schwäbische Modeunternehmer und Umlautbesitzer aus Berlin ist mindestens so elegant wie eine Raubkatze und auch äußerlich liegt der Vergleich nahe. Jedenfalls war Herr Glööckler am Wochenende zu Gast in unserem schönen Städtchen. Hatte er letztens beim Opernball-Besuch sein Gesicht mit Swarovski-Steinchen zugeklebt, ging es diesmal ums Feinstoffl iche: Als erster internationaler Designer bekam Glööckler im Parkhotel Schönbrunn den Award "Flair de Parfum". Der Preis, erfuhren wir vom ihn seit 20 Jahren vergebenden Wiener Parfümeriewarenhandel, gilt als "Oscar der Beautybranche", und wir lassen das jetzt einfach einmal so stehen.

Ach ja: Wien hat jetzt auch offi ziell einen Hauptbahnhof (siehe Seite 40). Wobei manche ja finden: eher ein weiteres Einkaufszentrum mit Gleisen auf dem Dach. Jedenfalls war am Wochenende große Eröffnungssause mit 100.000 Besucherinnen und Besuchern. Auch die politische Prominenz von Bundespräsident Heinz Fischer abwärts war zum Südtiroler Platz gekommen und freute sich mit dem ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Christian Kern. Besonders beliebt beim Publikum waren die Autogramme von Bahnstimme Chris Lohner. Wobei vielleicht manche enttäuscht waren: Lohner wird auch künftig nicht live die Bahnsteigdurchsagen machen. Die Frau hat Besseres zu tun.

Die Gästeliste der offi ziellen Eröffnungsparty des Wiener Hard Rock Cafés liest sich wie, hm, na ja Jedenfalls ließ sich Castingshow-Rockröhre Christina Stürmer neben ihren "Memorabilia" ablichten, wie es so schön im HRC-Jargon heißt. Die Lederhose von Volks-Hardrock-'n'-Roller Andreas Gabalier musste alleine feiern, und wie hard ist eigentlich Alf Poier noch? Wurscht, wir hören eh schon wieder auf, uns zu wundern, dass der Laden seit seiner Eröffnung brummt und die Menschen vor der Türe Schlange stehen, um sich drinnen das alte T-Shirt der Stürmerin anzusehen. .

Und aus Frankfurt erreichte uns gerade noch folgende Nachricht: Gerda Gelse hat gewonnen. Okay, eigentlich haben Heidi Trpak, Kindergartenpädagogin aus Wien 21, und Laura Momo Aufderhaar, Illustratorin aus Berlin, gewonnen. Mit ihrem hübschen wie cleveren Buch "Gerda Gelse - allgemeine Weisheiten über Stechmücken" (Tyrolia-Verlag) nämlich den Deutschen Jugendliteraturpreis. Und wir hoffen, dass ab sofort auch in Deutschland die Leute "Gelse!" rufen, wenn sie Mücke meinen.


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