Jazz Tipp

Tom Waits, ganz ohne Stacheln und Krallen

Lexikon | GS | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Was man von Tom Waits bekommt, ist klar: bis hart an die Schmerzgrenze grummelig gesungene Kreuzungen von Blues und Artrock, düster und alles andere als leicht zugänglich. Die zuletzt in den USA heimisch gewordene norwegische Weltenbummlerin Rebekka Bakken wiederum ist bekannt als Jazzsängerin, die den Flirt mit dem Pop nicht scheut und die der gepflegten Gefälligkeit dem Klangabenteuer im Zweifelsfall immer den Vorzug gibt. Dass ausgerechnet diese Rebekka Bakken ausgerechnet diesen Tom Waits interpretiert, überrascht. Noch mehr überrascht freilich, wie gut sich diese Übung auf dem Album "Little Drop Of Poison" ausgeht. Zu hören ist ein Tom Waits ohne Krallen und Stacheln, dafür mit einer Extraportion Schönheit.

Konzerthaus, Großer Saal, Di 21.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige