Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Grüner Veltliner Ried Steiger

Es wird ein Wein sein und wir werden immer noch sein

Stadtleben | M S | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Wenn man an die Wachau denkt, dann drängen sich meist wohlbekannte Bilder von der sonnigen linken Uferseite ins Bewusstsein: Willendorf, Spitz, Weißenkirchen, Dürnstein. Der Underdog rechte Uferseite hat aber weintechnisch auch einiges zu bieten. Die Weingärten gehen los ab den diversen Arnsdörfern (Ober, Hof, Mitter und Bach), die sich -unterbrochen von den steilen Hängen des Dunkelsteinerwaldes - bis nach Mautern ziehen (von der Donau-Flussrichtung her betrachtet, also von Westen nach Osten). In Rossatz ist einer der Wein-Hotspots beheimatet. Zum Beispiel befindet sich hier das Weingut von Josef Fischer, der mit seinem Fokus auf Grünen Veltliner und Riesling den Gaumen zu verzaubern vermag.

Wer sich schon einmal gewundert hat, was die Namen "Federspiel", "Steinfeder" und "Smaragd" zu bedeuten haben: Es sind die Herkunftsbezeichnungen für trocken vergorene Weißweine aus der Wachau, wobei Smaragd die höchste Qualitätsstufe darstellt. Nur Mitglieder des Schutzverbands Vinea Wachau sind berechtigt, diese Bezeichnungen zu verwenden.

Winzer Fischer bebaut insgesamt neun Hektar, die sich auf diverse Rieden verteilen. Die Weinstöcke seiner Riede Steiger sind circa 25 Jahre alt und wachsen auf humusreichen Lehm-und Schotterböden. Die Steinobstnuancen, Wiesenkräuter und das tolle Säurespiel lassen wir jetzt einmal beiseite und freuen uns einfach über diesen großartigen Tropfen. Fischer züchtet auch den selten gewordenen Huchen. "Donaulachs" nennt man ihn landläufig.


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