Leben heißt sterben lernen

Überraschend ernsthaft: In Rocko Schamonis "Fünf Löcher im Himmel" hat einer nichts mehr zu verlieren

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Ich habe jetzt sechs Bücher angefangen. Ich weiß einfach noch nicht, wie ich einen Schritt machen kann, um weiter vorzudringen in eine Sphäre der Wahrhaftigkeit", sagte Rocko Schamoni, 48, vor einiger Zeit in einem Interview. Der deutsche Musiker, Autor und Entertainer hat eine seltsame Laufbahn hinter sich. Als Popstar ist er gescheitert, weil seine Hits Hits für eine bessere Welt waren und sein Sound letztlich nicht mehrheitsfähig war.

Als er sich jedoch kurz einmal hinsetzte, um ein auf seinen Jugenderinnerungen basierendes Buch zu schreiben ("Dorfpunks", 2004), wurde dieses ein Bestseller. Ein paar Bücher später versucht der Hamburger nun - ähnlich wie sein Kumpel Heinz Strunk - weg von der lustigen Schiene zu kommen, bei der die Leser wenigstens alle paar Seiten einen kunstvoll verstolperten Gag erwarten.

Mit "Fünf Löcher im Himmel" möchte Schamoni keine Lacher ernten, sondern primär eine Geschichte erzählen, daneben auch ein paar Themen vermitteln und zum Drüberstreuen


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