"Im Zweifelsfall geht es um Amore"

Wanda ist die Wiener Band der Stunde. Ihr Debüt klingt jetzt schon wie ein Klassiker

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Anfangs war da nur ein Summen, aber dieses Summen sollte schnell zu einem massiven Brummen anschwellen. "Wanda ist die aufregendste neue Band der Stadt", brummte dieses Brummen. "Sie sind Neuerer des Austropop aus dem Geiste des Rock'n'Roll, aber mit Italo-Faible." So brummte es, und das in einer Intensität, wie man sie in der erregungsresistenten Popstadt Wien nur selten erlebt.

Heuer im Mai spielten Wanda dann im Vorprogramm des Nino aus Wien im gut gefüllten Wuk; zuvor hatte die 2012 gegründete Band vorrangig kleine Konzerte gegeben, die über Facebook und Mundpropaganda angekündigt wurden.

Bei flüchtigem Hinsehen sah man im Wuk aber nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit der hiesigen Popmusik: Fünf Buben in ihren 20ern, mittendrin ein ungemein selbstbewusster Sänger. Provinziell anmutende Gitarrenmusik kombinierten sie mit Texten übers Schnapstrinken und den heimlichen Wunsch, mit der eigenen Cousine zu schlafen. Und das sollte das Allergrößte sein? Seltsam.

Noch seltsamer


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