Der lange Verfall der Krone: Eigentümerstreit, politische und publizistische Schwäche

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Die Reichweite der Kronen Zeitung, der einst relativ größten Tageszeitung der Welt, fiel in den vergangenen Jahren von über 44 auf 36 Prozent. Das ist, verglichen mit den etwa 17 Prozent Reichweite der Bild-Zeitung noch immer bedeutend.

Die Mediaprint brachte ihren Teilhabern in den letzten Jahren nicht mehr viel Segen. Zu diesem Zusammenschluss von Kronen Zeitung und Kurier kam es 1988, nachdem sich die Westdeutsche Allgemeine Zeitung 1987 bei der Krone mit 50 und ein Jahr später beim Kurier mit 49,5 Prozent beteiligt hatte. Beteiligungen in dieser Höhe wären nach deutschem Kartellrecht niemals zugelassen worden. Österreich ist anders.

Das zeigte sich erneut 2001, als der zum Kurier und damit zur Mediaprint gehörige Trend-Profil-Verlag mit der News-Gruppe fusionierte und damit das Zeitungsoligopol Mediaprint mit einem Magazinoligopol verband, dem sogenannten Mediamil-Komplex. Diesmal entschied ein Kartellgericht, es billigte die Fusion. Trotz gegenteiliger Ankündigungen unternahm


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