Kommentar Asylpolitik

Wenn Menschen in Not sind, fletscht der böse Wolf seine Zähne


Benedikt Narodoslawsky
Falter & Meinung | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Heinz-Christian Strache sagt, er sei nicht mehr der Junge von damals, der bewaffnet mit einem Rudel Neonazis durch den Wald robbte. Dass der FPÖ-Chef nichts mehr mit Nazis zu tun haben will, muss er immer wieder beweisen: Vor einem Monat warf er den Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl aus der Partei. Man kannte dessen Weltsicht, aber als Kampl den Nationalsozialismus öffentlich verteidigte, musste er gehen.

Bekennende Nazis kann die FPÖ nicht brauchen, Hitler ist nicht mehrheitsfähig. Die FPÖ will stärkste Kraft im Land werden, sie muss sich vom rechten Rand Richtung Mitte bewegen. Das ist parteitaktisches Einmaleins, auch Strache kann rechnen. Darum zog sich der Wolf den Schafspelz über und fraß Kreide. Strache sprach von "Liebe" zu Österreichern, wenn er den Hass auf Fremde meinte.

Auch in der Asylfrage wattierte Strache seine Krallen. Ja, echten Flüchtlingen müsse man helfen. Aber die meisten, die zur Herde stießen, seien eben schwarze Schafe, blökte der Wolf: Wirtschaftsflüchtlinge

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