Gelesen

Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 42/14 vom 15.10.2014

Von Mesopotamien zum Irak

In Mesopotamien, wo Euphrat und Tigris fließen, befindet sich die Wiege unserer Zivilisation. Ab circa 10.000 vor Christus begannen die Menschen dort erstmals sesshaft zu werden. Sie etablierten den Ackerbau und die Viehzucht, erfanden das Rad und die Schrift, dehnten ihr Einflussgebiet immer weiter aus und schufen große Reiche.

Heute ist dieser Fleck Erde einer der hoffnungslosesten der Welt. Das Gebiet des heutigen Irak ist zum Synonym geworden für Krieg, Elend und Terror, für westliche Hybris und religiösen Wahnsinn.

Was in den 12.000 Jahren zwischen dem alten Mesopotamien und der blutigen Gegenwart passiert ist, diese Geschichte erzählen der Archäologe Hans J. Nissen und der Islamwissenschaftler Peter Heine im vorliegenden Buch. Es bietet einen kompakten wie hervorragenden Überblick über eine Region, mit der die Menschheitsgeschichte untrennbar verbunden ist.

WOLFGANG ZWANDER

Hans J. Nissen, Peter Heine: Von Mesopotamien zum Irak. Wagenbach, 224 S., €


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige