Phettbergs Predigtdienst

Beim Wurzelziehen blieb immer ein Rest

Kolumnen | Hermes Phettberg | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Im Moment geht es mir himmlisch besser, ich sah gestern nichts mehr gegens Licht und habe keine Kopfschmerzen mehr gehabt. An mir wurde schon alles Mögliche untersucht: Lungenröntgen, Computertomografie, Schilddrüsen-Ultraschall, höllischer lärmerzeugender genereller Ultraschall und jede Menge Blutuntersuchungen.

Gestern am Abend blieb Sir eze lange bei mir. Er ermunterte mich: "Träum wieder einmal etwas Schönes!" Und in der Tat -befohlen & getan: Ich träumte, wie die Blätter im Mondlicht hinunterfielen. Es war eine wunderschöne nächtliche Kulisse voller Mondenschein, und ich sah im Mondlicht den Schatten des Blätter fallen lassenden Baumes. Bei der Visite wurde mir berichtet, dass ich sehr zu Fazialisparese neige. Und wenn ich Widerspruch erfahre, regt mich das sehr auf.

Ich sah im Traum heute Nacht Gery Keszler, wie er auf Zehen gehen kann und so die Höhe des Baumschattens erreicht, und dazu trug er eine enge Lederjacke. Mein erster Gedanke nach dem Erwachen war, wie ich vorm Tor 2 zum Wiener Zentralfriedhof stand und sah, wie der großgewachsene Jesus mit dem Zirkel der Freimaurer darin herumgegangen ist.

Ich werde mir aber nie klar, wie der pubertierende Jesusjüngling seine Hormone in den Griff bekommen hat. Beim Wurzelziehen in der Hauptschule blieb mir immer ein Rest. Sind die Menschen zu Jesu Zeit mit ihren Spermienresten voller Belanglosigkeit umgegangen? Und erst, als dann Paulus usw. total narrisch aufs Putzen geworden ist, war es aus mit der Lässigkeit? Immerhin hatte Herr Josef Fenz dieselbe Lebensspanne inne wie Herr Jesus von Nazareth? Und wohl auch genauso viel Spermienflüssigkeit?

Sir eze brachte mir heute meinen Radioapparat. Und prompt machte ich Gebrauch und hörte auf Ö1 die 88-jährige Freda Meissner-Blau "Im Gespräch" mit Renata Schmidtkunz, bin überrascht gewesen über den Hinweis, dass nun schon pro Jahr tausend Babys unbekannter Herkunft in Deutschland entbunden werden (Leihmutterschaft und Samenspende, allein in Deutschland).

Am Mittwoch, 22. Oktober 14, werd ich um zehn Uhr entlassen. Der Primar hielt Kontakt mit Sachwalter und Volkshilfe, dass es wunderbar gelingen werde.

Phettbergs Predigtdienst ist auch über www.falter.at zu abonnieren. Unter www.phettberg.at/gestion.htm ist wöchentlich neu zu lesen, wie Phettberg strömt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige