Ein Mythos namens Meidling

Szenische Schnitzeljagd am Arsch der Welt: Im Kabelwerk und drum herum wurde das neue Theater Werk X eröffnet

Feuilleton | REPORTAGE: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Die "Reise durch den Arsch der Welt" findet in einem Bus der Firma Dr. Richard statt. Und der von Reinold G. Moritz gespielte Reiseleiter ("Sie können Reini zu mir sagen") räumt gleich zu Beginn mit einem urbanen Mythos auf: Das "Dr." in Dr. Richard, ist nicht die Abkürzung für "Dragan", sondern tatsächlich ein akademischer Titel.

Die auch sonst sehr lehrreiche Bustour durch den zwölften Bezirk, die gegen Ende allerdings unter einem inszenierten Störenfried leidet, war Sebastian Brauneis' Beitrag zu dem Projekt "Mythos Meidling", mit dem am Wochenende das Werk X eröffnet wurde.

Die Garage X ist vom Petersplatz ins Kabelwerk übersiedelt, und da war es eine schöne Idee, den entrischen Spielort mit einem über die Umgebung des neuen Theaters verstreuten Projekt einzuweihen. Die Poolterrasse der Wohnanlage wurde ebenso bespielt wie das Pflegewohnhaus.

Acht kleine Inszenierungen wurden geboten, vier davon konnten an einem Abend gemütlich besucht werden. Mit viel sportlichem Ehrgeiz wären


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