Der hardest working man der freien Improvisation

Der Saxofonist Mats Gustafsson feiert seinen 50. Geburtstag mit einer Konzertreihe im Porgy &Bess

Feuilleton | Porträt: Andreas Felber | aus FALTER 43/14 vom 22.10.2014

Mats Gustafsson geht in Stockholm ans Telefon, er führt dort gerade Gespräche mit den Verantwortlichen des Orionteatern. Im Dezember beginnen an diesem Theater die Proben für die Inszenierung der schwedischen Übersetzung von Roland Schimmelpfennigs "Das fliegende Kind"; Gustafsson steuert mit seiner Band Fire! die Musik bei.

"Ich werde fünf Monate in Stockholm bleiben und viermal pro Woche spielen, das ist eine komplett neue Erfahrung für mich", sagt der Saxofonist aufgekratzt. Ein Blick auf seinen aktuellen Tourplan zeigt, weshalb: Wroclaw. Skopje. Danach zurück nach Schweden. Und dann weiter nach Wien.

Mats Gustafsson gilt kaum zufällig als hardest working man der freien Improvisation. Rund 150 Konzerte bestreitet der 49-Jährige heuer, und das nicht als Popsänger, sondern als Saxofonist, der auf freejazzige Geräuschklänge spezialisiert ist.

Gut ein Drittel der Auftritte geht auf das Konto des Trios The Thing, das durch dezibelträchtige Attacken auf Rockstücke etwa der White


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